Almraunkerl


 

Ein Dankfest. Augekränzte, „aufbischte“ Kühe, stolz, prächtig. Glockengeläut, mächtig
schwillt es an, wenn der Zug der Kühe näher kommt. Die Juchizer der Senner, Freude, die die
Lungen sprengt. Almsymphonie für Aug und Ohr. Gänsehaut. Leuchtende Kinderaugen.
Mensch und Vieh kommen heil wieder ins Tal runter. Heil und dankbar – die Dankbarkeit
teilt aus. Alle sollen sich mitfreuen! Die Schnapsflasche geht von Mund zu Mund.  Das kennt
man, das liebt man: aber,


wer kennt heut noch die herrlichen Almraunkerln?


In einigen Regionen nennt man sie auch Rumpelnudeln oder einfach Almnudeln. Von der
Sennerin nach streng überlieferter Rezeptur und nur zum Almabtrieb zubereitet. Ein Mürb-
teig traditionell mit dem Raunkerlmodel in Herzform ausgestochen und im heißen Schmalz
gebacken. 


In Herzform? Weil es das übervolle Herz ist, nach einem langen Sommer voll unvergesslicher
Eindrücke, das dankbar gibt? Oder weil dem Herz-Buam, der die Sennerin auf der Alm be-
sucht hat eine Extraportion Almraunkerln immer gewiss ist?


Almabtrieb. Wir feiern mit! Almraunkerl zum Verschenken oder selber genießen.